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5 April
 
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Vom Workshop zum neuen Produkt - Beispiel Oberschwäbische Barockstraße

Die Oberschwäbische Barockstraße hat sich zu ihrem 50-jährigen Jubiläum eine touristische Verjüngungskur verpasst. Unter der Trägerschaft der Oberschwaben Tourismus GmbH (OTG) ist in den letzten Monaten ein komplett neuer Produktauftritt mit weitaus vielschichtigeren Themenfeldern entstanden. Den Startschuss zum Relaunch und das motivierende Fundament legte ein Workshop mit allen Beteiligten unter Input und Moderation von Kohl & Partner.
Vom Workshop zum neuen Produkt - Beispiel Oberschwäbische Barockstraße
 
 
"Himmelreich des Barock"
Der Erwartungsworkshop zum Relaunch der Oberschwäbischen Barockstraße im Frühjahr 2014 startete mit der persönlichen Wahrnehmung der Teilnehmer zur Ferienstraße und die Statements waren eher ernüchternd. Aussagen wie „ein ungeschliffener Diamant, der mehr als Architektur bietet“, „hübsch, aber verstaubt und mit großem Potenzial“ oder „das Himmelreich des Barock; ein Stück Heimat, eine wertvolle Perle, die leider etwas verblasst ist“. Nach der anfänglichen Gründung und Euphorie vor knapp 50 Jahren ist die Vermarktung als touristische Straße inzwischen etwas eingestaubt und vernachlässigt worden.

Den Teilnehmern wurde schnell bewusst, „entweder wir dümpeln mit der Barockstraße weiter vor uns hin oder wir müssen Gas geben“. Einig war man sich schnell, dass die Oberschwäbische Barockstraße und das Thema Barock ein großes Potenzial für die touristische Vermarktung der Region Oberschwaben und Allgäu birgt. Nicht zu vernachlässigen ist dabei, dass der Barock regional sehr identitätsstiftend gesehen wird und bestens in der Region verankert ist. Aber wie packen wir es an? Was können die Beteiligten tun?

Die neue Vision: Barock als Lebensgefühl und Gesamterlebnis

Die bisherigen Schwerpunkte im Angebot und der Vermarktung auf den Bereichen „klerikaler“ und „ländlicher“ Barock mit seinen Bauten und Museen erfüllt heute nicht mehr die Anforderungen der Gäste. Touristen wollen zwar die herausragenden barocken Highlights kennenlernen, aber zusätzlich in die Lebenswelt der damaligen Zeit eintauchen. Im Workshop wurde die neue Vision geboren, Barock als Lebensgefühl und Gesamterlebnis zu vermitteln. Die bisherigen Themenfelder und Angebote gilt es um die Alltagskultur im Barock zu erweitern und den Bezug zur (barocken) oberschwäbischen Landschaft darzulegen.

Zwei Jahre wurde sehr intensiv und in enger Zusammenarbeit der Kulturhistoriker und Touristiker in der Region an der Umsetzung der neuen Positionierung und der Themenerweiterung gearbeitet. Aus dem Workshop heraus wurde eine Lenkungsgruppe gegründet, die in vielen Sitzungen die Umsetzung begleitete und neue Angebote im erlebnisorientierten Bereich entwickelte. Das bisherige Logo erhielt eine moderne Auffrischung. Auch die Partner der Oberschwäbischen Barockstraße waren stark gefordert, sich einzubringen. Mit viel Kreativität brachten die Akteure der Museen, Klöster, Kirchen, Städte und Gemeinden und der drei Landkreise neue Ideen ein und verbreiterten das Themenspektrum des Himmelreich des Barock. Dabei leitete die Beteiligten immer die im Workshop erarbeitete Grundphilosophie: Schaffung erlebnisorientierter Angebot auf der Basis authentischer Werte und fundiertem Fachwissen. Und dies mit und für die Gäste und Einheimischen vor Ort.

Zukünftig im Fokus: Sechs barocke Themenwelten

Passend zum Jubiläumsjahr „50 Jahre Oberschwäbische Barockstraße“ – die Barockstraße wurde am 18. Juni 1966 im Rittersaal im Schloss Wolfegg als eine der ersten Kultur- und Ferienstraßen in Deutschland ins Leben gerufen – wird nun der Marketing-Auftritt und das touristische Angebot in sechs barocke Themenwelten dargestellt: BAROCK bestaunen, BAROCK erleben, BAROCK entspannen, BAROCK genießen, BAROCK erlauschen und – besonders kurios – BAROCK erschaudern.

„Wir sind stolz darauf, als Trägerin der Oberschwäbischen Barockstraße gemeinsam mit unseren fast 50 Partnern das Himmelreich des BAROCK nun in allen Facetten präsentieren zu können“, freut sich Daniela Leipelt, Geschäftsführerin der OTG.

Die sechs barocken Themenwelten laden den Besucher ein, imposante Bauwerke zu bestaunen, barockes Brauchtum zu erleben, in der barock geprägten Landschaft zu entspannen, Barock-Köstlichkeiten zu genießen, barocken Meisterwerken in Wort und Ton zu lauschen und an kuriosen Gebräuchen zu erschaudern.

Gelungenster Ausdruck der veränderten Positionierung ist das neue Magazin „Himmelreich des BAROCK - 50 Jahre Oberschwäbische Barockstraße“. Werden im Routenführer die einzelnen Gemeinden und barocken Sehenswürdigkeiten entlang der Route vorgestellt, setzt das neue Magazin ganz darauf, mit den sechs Themenwelten eine Gesamtsicht auf das Thema Barock zu eröffnen.

„Der Strategie-Workshop mit Alexander Seiz war für uns sehr wertvoll und das nachhaltige Fundament für unsere neue Orientierung“ erläutert Daniela Leipelt. „Und ich bin glücklich, dass die Motivation aus dem Seminar bis in die Umsetzung gehalten hat und wir gemeinsam mit den Partnern ein derart neues und tolles Produkt zum Jubiläum geschafft haben.“
 
 
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