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12 Juni
 
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Tourist-Info 2030 – Begegnung und Inspiration statt pure Information

Wohin geht die Reise mit den Tourist-Informationen? Sind diese ein Auslaufmodell? Mit diesen Fragen beschäftigte sich auch eine Session beim DestinationCamp 2018 in Hamburg. Mit der 2016 von Kohl & Partner aufgelegten Broschüre „Destination 2030“ und der Veranstaltung „Tourist-Information 2030 – effizient und zukunftsweisend“ 2017 in Ravensburg haben wir den Tourist-Informationen schon die Rolle des „Urlaubs-Coaches“, „Service-Hub“ und „Markenkontaktpunkt“ zugespielt. In die gleiche Richtung ging nun auch die Diskussion beim DestinationCamp 2018. Die Tourist-Information 2030 wird zum Treff- und Markenkontaktpunkt der Destination der Zukunft.
Tourist-Info 2030 –  Begegnung und Inspiration statt pure Information
 
 
DestinationCamp Hamburg beleuchtet Zukunft der Tourist-Information
Information nimmt ab, Begegnung und Inspiration nimmt zu
Durch die Digitalisierung können sich die Gäste immer besser selbst informieren. Gerade die nachfolgenden Generationen sehen voraussichtlich keinen konkreten Anlass mehr, wegen Fragen zu Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten oder dem klassischen Stadtplan die Tourist-Information aufzusuchen. Selbst die so lange besonders betonte „persönliche Beratung“ und die Auskunft zu „Geheimtipps“ verlagern sich Dank Bots, Chats und vor allem den Bewertungen ins Internet.
Gleichzeitig will der Gast heute sofort und umgehend an Ort und Stelle informiert werden. Will der Übernachtungsgast zukünftig nicht schon gleich im Hotel eine Beratung und die beste Information anstatt am nächsten Morgen erst noch den Weg in die Tourist-Info auf sich zu nehmen?

Andererseits steigt bei den Gästen deutlich der Wunsch nach persönlicher Begegnung. Airbnb hat diesen Trend losgetreten und sichtbar gemacht, getyourguide macht Locals zu Stadt- und Quartiersführern. Gäste wollen heute nicht nur touristisch perfekt aufbereitete Erlebnisse, sondern eintauchen in die Welt der Einheimischen, „Mitleben und Mitfühlen“ ist das Motto der Zukunft.

TI als Netzwerker und Vermieter-Coach nach Innen, „Enabler“ und Urlaubs-Coach nach außen
Dadurch ändert sich die Rolle und damit auch die Aufgaben der Tourist-Information. Die Tourist-Information verschmilzt noch stärker mit der TO (Tourismusorganisation) oder DMO (Destination Management Organisation). Denn wenn immer mehr Informationen digitalisiert werden, muss auch über die Eingabe und Pflege der vielen Daten diskutiert werden. So verlagern sich klassische Front-Office-Aufgaben wie Beratung und Auskunft zum Datenmanagement im Back-Office-Bereich. Die örtliche TI ist wichtig, als Informations-Drehscheibe zwischen Ort und Region und um die Datenqualität zu wahren. Und wenn wir die gute Beratung am Point of Interest, also bei den Hotels, Bergbahnen und selbst dem Taxifahrer sichern wollen, müssen sich die Tourist-Informationen mehr Gedanken um die Weiterbildung und das Coaching ihrer Vermieter und Anbieter kümmern als dies bisher der Fall war.

Für Gäste werden die Tourist-Informationen mehr denn je zum „Urlaubs-Coach“. Als „Service- oder Freizeit-Hub“ geben die Mitarbeiter tiefgreifende Unterstützung und Beratung bei der Zusammenstellung und Buchung individueller Urlaubs-Erlebnisse und kombinieren Natur-, Kultur-, Gesundheits-, Kulinarik- oder auch Mobilitätsangebote. Als „Enabler“ ermöglicht die TI der Zukunft zusätzlich das Zusammentreffen von Gästen untereinander wie auch zwischen Gästen und Einheimischen oder auch den Leistungsträgern.

TI wird zum Markenkontaktpunkt und Ort der Begegnung und Inspiration von Gästen, Leistungsträgern, Einheimischen und Fachkräften
Die TI der Zukunft ermöglicht als Treffpunkt und Begegnungsstätte die Umsetzung der individuellen Gäste-Bedürfnisse, mit Unterstützung aller Beteiligten. So ist durchaus vorstellbar, dass sich gleichgesinnte Gäste aus verschiedenen Hotels für eine Freizeitaktivität zusammenschließen oder verabreden. Freizeitanbieter stellen in der TI der Zukunft ihre Aktivitäten mit viel Empathie vor, „originale“ Persönlichkeiten der Region beleben die Begegnung mit Geschichten aus dem Alltag und Anbieter von regionalen Produkten machen die Region „schmeckbar“. Die Gestaltung der Tourist-Info orientiert sich an der Stadt- oder Destinationsmarke und entwickelt sich mit den angebotenen Produkt- und Freizeitangeboten zum „Markenstore“ für die gesamte Stadt oder Region. Zielgruppen sind dann zukünftig nicht nur die klassischen Gäste, sondern auch Leistungsträger, Einheimische und insbesondere auch Fachkräfte.

Ergebnisse motivieren für eine Veränderung
Herzlichen Dank allen Session Teilnehmern im DestinationCamp für die wirklich wertvolle Diskussion und die tollen Lösungsansätze. Und insbesondere den beiden Moderatoren Gieri Spescha und Orlando Steiner aus der Schweiz für die guten Inputs und die lockere und kreative Begleitung. Viele der Teilnehmer betraten die Session noch mit gemischten Gefühlen, ob nicht der eigene Arbeitsplatz zukünftig in Gefahr ist. Abschließend bleibt aber zu sagen: Die Tourist-Information wird auch zukünftig bleiben, wenn auch in neuer Form und mit anderen Aufgaben – und vielleicht anderem Namen. Also heute schon beginnen sich mit dem morgen zu beschäftigen.

Tipp: Kohl & Partner bietet eine eigene Seminarreihe für Tourist-Informationen zum „Vermieter-Coaching“ an. Mehr Infos finden Sie hier. Schicken Sie uns doch gerne Ihre individuelle Seminar-Anfrage unter victoria.paul@kohl.at.






 
 
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