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14 März
 
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Fachkräfte als neue Zielgruppe im Tourismus?

Baden-Württemberg wird gerne als Industrie- und Automobil-Ländle bezeichnet. In den ballungsnahen Regionen wird der Tourismus immer stärker als wesentlicher Beitrag zum weichen Standortfaktor für die blühende Wirtschaft gesehen. Im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte können attraktive Freizeitangebote und eine ausgezeichnete Lebensqualität oftmals das Zünglein an der Waage für eine Jobentscheidung bilden. Es lohnt sich also, das Thema Fachkräfte und Freizeitqualität aktiv anzugehen. Das zeigt beispielhaft auch die Auszeichnung „Attraktiver Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ der IHK Ostwürttemberg.
Fachkräfte als neue Zielgruppe im Tourismus?
 
 
Tourismus wird als weicher Standortfaktor immer wichtiger.

Fachkräftemangel starkes Wirtschaftsthema
Die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland beruht vor allem auf ihrem qualifizierten Fachpersonal. Eine ausreichende Verfügbarkeit von Fachkräften auf allen Qualifikationsstufen ist somit für eine dauerhafte wirtschaftliche Prosperität entscheidend. Schon jetzt ist der Mangel an Fachkräften laut IHK-Fachkräftemonitor beträchtlich: Im Schnitt der Jahre 2017 und 2018 fehlen allein in Baden-Württemberg 17.000 Akademiker, 15.000 ausgebildete Fachkräfte („Gesellen“) sowie 42.000 betrieblich weitergebildete Fachleute (Meister, Techniker, Fachkaufleute).

Unternehmen, Politik und öffentliche Hand sind somit gefordert, die Rahmenbedingungen für die Erschließung zusätzlicher Fachkräftepotenziale zu optimieren. Dazu zählt auch, die Willkommenskultur in den Städten und Gemeinden für ausländische Fachkräfte systematisch zu verbessern und zu sichern und den Freizeitwert der Stadt, Gemeinde und Region für die Entscheidung, mit der Familie in die Region zu siedeln, zu erhöhen.

IHK-Fachkräfteaudit sichert und verbessert Willkommenskultur in Städten und Gemeinden

Die IHK Ostwürttemberg beteiligt sich bereits viele Jahre an der Initiative "Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte". Das von der IHK Darmstadt entwickelte strategische Instrument hilft kommunalpolitischen Entscheidern, nachhaltige Strategien für (Neu)Bürger zu entwickeln und soll mehr Verbindlichkeit in Politik und Verwaltung für eine gelebte Willkommenskultur bringen. Das Verfahren hilft den Kommunen nicht nur in der Entwicklung einer Strategie, mit der sie den Herausforderungen der Fachkräftesicherung begegnen, sondern das Zertifikat dient im Ringen um Fachkräfte als anerkannter Nachweis der Wohnortqualität.

Das Kohl & Partner Büro Stuttgart führt im Auftrag der IHK Ostwürttemberg die Begutachtung und Re-Zertifizierung bei den einzelnen Städten und Gemeinden im IHK-Gebiet durch. Derzeit sind in Ostwürttemberg sechs Städte ausgezeichnet, bundesweit haben die Auszeichnung nur knapp 50 Kommunen.






„Kultur und Freizeit“ wichtiger Prüfpunkt der Auszeichnung
Für das Qualitätszeichen werden Kommunen im Rahmen eines Auszeichnungsgesprächs anhand eines speziellen Prüfbogens und Kriterienkataloges untersucht. Ergänzend werden die für die Prüfung erforderlichen Unterlagen angefordert und eingesehen. Die Kommunen müssen die Erfüllung der Kriterien schriftlich nachweisen können.

Der Prüfbogen gliedert sich in folgende sechs Handlungsfelder:
  • Strategische Zielsetzung
  • Zuzug leicht gemacht
  • Beruf und Familie
  • Ausländische Fach- und Führungskräfte
  • Kultur und Freizeit
  • Harte Standortfaktoren

 

Unter dem Kriterium „Kultur und Freizeit“ wird abgefragt, in welchem Umfang es Kultur- und Freizeitangebote gibt, welche Informationen hierzu vorliegen und in welchen Sprachen diese vorhanden sind. Dies zielt zum Beispiel auf das Angebot der örtlichen Vereine ab, den kulturellen Einrichtungen mit Veranstaltungskalendern, den Sportmöglichkeiten (zum Beispiel Wander-, Jogging- oder Fahrradkarten), den Gesundheitsdienstleistungen, den Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt den attraktiven Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in der Region.

Touristiker sollten Bürger und Fachkräfte als Zielgruppe nicht vergessen
Weitere Projekte von Kohl & Partner in wirtschaftsstarken Städten oder ballungsraumnahen Tourismusregionen zeigen, dass auch dort zunehmend die Bürger und Fachkräfte als wichtige Zielgruppe entdeckt werden. Es lohnt sich vermehrt, über deren Bedürfnisse und Erwartungen bei der Planung von touristischen Einrichtungen und Freizeitangeboten nachzudenken. So mancher Touristiker wünscht sich ja ein stärkeres Engagement der örtlichen Wirtschaft im Rahmen des Tourismus. Spezifische touristische Freizeitangebote für Fachkräfte können hier der Türöffner für langfristige Kooperationen mit der Wirtschaft sein. Denn die Unternehmen sind bei der Rekrutierung von Fachkräften immer stärker darauf angewiesen, dass Sie ein attraktives Freizeit- und Wohnumfeld bieten können.

Weitere Informationen zur IHK-Auszeichnung „Attraktiver Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ erhalten sie bei Kohl & Partner Stuttgart oder unter folgendem Link.
 
 
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