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14 März
 
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Für alle, die dieses Jahr nicht auf der ITB Berlin mit dabei sein konnten - eine kleine Nachlese

Nach fünf intensiven Tagen ist die weltgrößte Reisemesse, die ITB Berlin, auch schon wieder vorbei. Deutschland ist als Urlaubsziel immer noch national und international beliebt und nicht nur das, laut aktueller Reiseanalyse stehen alle Zeichen auf Urlaub. Die persönliche Beratungsleistung, sowohl in der Tourist-Information als auch in anderen touristischen Unternehmen, wird trotz technischen Neuerungen, nicht so schnell durch Service-Roboter wie Pepper und Co. ersetzt werden. Und in den Destinationen sollte - laut Expertenmeinung - noch viel mehr das WIR im Vordergrund stehen um langfristig erfolgreich sein. Dies und einiges mehr lesen Sie in unserer kurzen Nachlese zur ITB 2018:
Für alle, die dieses Jahr nicht auf der ITB Berlin mit dabei sein konnten - eine kleine Nachlese
 
 
Bildquelle: ITB Berlin 2018 Pressefotos - Eröffnungsgala
Nun ist sie also wieder vorbei, die weltgrößte Reisemesse ITB Berlin war ein weiteres Mal für einige Tage Gastgeber der gesamten touristischen Welt. Sogar die Bundesregierung war vertreten, und so konnte Angela Merkel die Messe eröffnen. Erstmals in der langen Geschichte der ITB war ein deutsches Bundesland Partnerland: Mecklenburg-Vorpommern warb mit Strandkörben und dem Slogan „Urlaub ist unsere Natur“, sowie der dazugehörigen Ostsee und vor allem auch der Mecklenburgischen Seenplatte.

Deutschland immer noch beliebt!
Immer noch ist Deutschland als Urlaubsland nicht nur bei den Deutschen beliebt, die Touristen kommen aus aller Welt in das Land der Dichter und Denker, das in diesem Jahr die Kulinarik in den Mittelpunkt seiner Werbung gestellt hat. Zu verdanken ist der Deutschland-Boom auch der Arbeit von Petra Hedorfer, der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Zentrale für Tourismus, die der Bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer in seiner Laudatio als „Bundestrainerin der Tourismusindustrie“ bezeichnete. Pschierer hielt die Lobrede an die DZT-Chefin im Namen der Vereinigung der Deutschen Reisejournalisten, die Hedorfer auf der ITB 2018 für ihre Verdienste im Tourismus mit dem Columbus Ehrenpreis auszeichnete.

Reiseanalyse 2018
Laut aktueller Reiseanalyse, die in Auszügen jedes Jahr im Rahmen der ITB präsentiert wird, stehen alle Zeichen auf Urlaub. Über 70 Prozent der Bevölkerung wissen demnach schon seit Januar, dass sie sicher oder wahrscheinlich verreisen. Vergleichsweise sind sich laut FUR nur elf Prozent der Befragten sicher, dass sie 2018 nicht in Urlaub fahren werden. Obwohl die Ausgaben für Reisen schon 2017 mit 73,4 Milliarden gegenüber 67,5 Milliarden im Jahr 2016 ein Rekordniveau erreicht hatten, scheint es bei den Urlaubsausgaben weiter nach oben zu gehen: 30 Prozent der Befragten wollen demnach im Urlaub noch mehr ausgeben und vergleichsweise nur 13 Prozent planen, zu sparen. Insgesamt ist die Anzahl der Urlaubsreisen leicht angestiegen auf knapp 70 Millionen. Zudem behaupten sich die Pauschreisen; obwohl laut Reiseanalyse seit Jahren ein Strukturwandel zugunsten von Einzelbuchungen und Internetportalen zu beobachten ist. Online-Buchungen nehmen kontinuierlich zu. Ob sie nun online oder im Reisebüro buchen, klar ist: Die Deutschen lieben Urlaub.

Und was es sonst noch gab
Die Eröffnungsfeier wurde erstmalig gänzlich CO2-neutral ausrichtet, viele technische Neuerungen wurden gezeigt und gleichzeitig haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass Pepper und Co. den menschlichen Gastgeber mit seinem ehrlichen Lächeln und persönlichem Kundenkontakt nicht so schnell ersetzen wird. Zudem wird dem Bereich „Medical Tourism“ großes Potenzial vorausgesagt. Vor allem chinesische Aussteller sind in diesem Bereich besonders stark auf dem Vormarsch.

Außerdem ist uns vor allem die Präsentation von Mathias Burzinski positiv aufgefallen, in der er – nach 2014 – mal wieder die Tourist Info unter die Lupe nahm. Seine wichtigsten Erkenntnisse für die Zukunft: persönliche Beratungsleistung ist nach wie vor gefragt, Gäste schätzen die TI als „hot spot“ für Information aus erster Hand, sie begegnen dort der Destinationsmarke und nehmen gerne zusätzliche Leistungen in Anspruch wie Souvenirs kaufen, Tickets für Veranstaltungen erwerben oder einen Überblick über regionale Produkte bekommen. Die Herausforderung für die TI der Zukunft wird sein, sich den wachsenden Erwartungen der Gäste und den sich ständig veränderten technischen Anforderungen zu stellen und die Tourist Info immer weiter in Richtung „Welcome Center“ und „Erlebniswelt“ zu entwickeln.

Die DMOs werden sich – laut Expertenmeinung – immer weiter von der Marketing- zur Management-Organisation verändern, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. So brauchen Destinationen in der sich ständig verändernden Reisewelt Leuchtturmprojekte bzw. Produkte, die gewisse Sehnsüchte der Kunden erfüllen. Und auch wenn auf den ersten Blick nur dieser eine „Leuchtturm-Betrieb“ mit seiner Leistung „Geld verdient“, so strahlen die positiven Effekte doch auch auf alle anderen Leistungspartner in der Region aus. Im Sinne des WIRs sollten daher eigene Vorteile manchmal eher in den Hintergrund rücken.

In jedem Fall war es auch dieses Jahr wieder eine spannende und ausgezeichnet organisierte ITB. Wir bleiben dran und stehen Ihnen für weitere Beratungen und Informationen gerne jederzeit zu Verfügung.

Die nächste ITB Berlin findet übrigens von Mittwoch bis Sonntag, 6. bis 10. März 2019 statt.
 
 
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