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2 Mai
 
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Denkanstoß 4: Immer kürzere Produktlebenszyklen fliegen uns um die Ohren!

Wie oft muss in der Hotellerie wirklich investiert werden und was sind Einflussfaktoren, die den Lebenszyklus angebotener Produkte beschleunigen und dadurch den Investitionsdrang erhöhen?
 
Wie oft muss in der Hotellerie wirklich investiert werden?
Eine zeitgemäße und attraktive Hardware ist mehr denn je eine der wesentlichen Voraussetzungen, um in der Hotellerie erfolgreich zu sein. Zudem sind die derzeit attraktive Niedrigzinsphase und auch vorhandene Fördermöglichkeiten Treiber für Investitionen.

Aus der Beratungserfahrung heraus zeigt sich im Alpenraum ein durchaus differenziertes Bild. Haben die Südtiroler vor Jahren noch neidvoll nach Österreich geblickt, setzen die dortigen Hotels mit den getätigten Großinvestitionen und innovativen Hotelprodukten zunehmend den Maßstab. Die Süddeutsche Hotellerie hingegen investiert durchaus verhaltener und reflektiert stets die Relation zwischen Investment und Ertrag. Die unterschiedliche Risikobereitschaft der Banken spiegelt die Situation dieser drei Länder.

Vor allem in der Hotellerie gibt es einige Einflussfaktoren, die den Lebenszyklus der angebotenen Produkte beschleunigen und dadurch den Investitionsdrang erhöhen. Diese sind unter anderem: 
  • schnelllebige Moden & Trends im Hotelbau (stilistischer Einheitslook, zeitloses Design geht nur mehr durch Regelbruch)
  • lange Dauer  AfA und zu lange Finanzierungsdauern als Bremse
  • persönliche Ambitionen der Unternehmer
  • angestrebte Neupositionierung
  • Druck durch Investitionen der Mitbewerber
  • steigende Ansprüche der Gäste

Auch um auf einen möglichen Investitionsbedarf im eigenen Betrieb schließen zu können, gibt es entsprechende Anzeichen:

  1. Nächtigungen und Auslastung stagnieren oder gehen stetig zurück
  2. Betrieb weist hohen Stammgastanteil auf, gewinnt jedoch kaum neue Gäste
  3. Kritische Rückmeldungen der Gäste auf Bewertungsplattformen häufen sich
  4. Preise regelmäßig zu erhöhen und durchzusetzen wird immer schwieriger
  5. Regionale und thematische Mitbewerber ziehen dem eigenen Betrieb davon
  6. Der 5 Jahre alte Hausprospekt ist größtenteils noch immer aktuell
Wenn mehrere dieser Anzeichen zutreffen, sollte sich ein Betrieb intensiv damit auseinandersetzen, wo und wie
durch gezielte Re-Investitionen die erforderlichen Impulse gesetzt werden können. Je später reagiert wird, desto größer ist die Gefahr einer Abwärtsspirale und damit ist der Sprung nach vorne risikoreicher.

Und wie sieht es mit der kaufmännischen Betrachtung aus?
Generell ist zu sagen, dass „größer, weiter, höher, mehr“ nicht automatisch die beste Lösung für einen Hotelbetrieb ist. Nachdem Investitionen definitiv kein Selbstzweck sind, lautet die zentrale Frage: Geht es dem Betrieb und der Unternehmerfamilie nach der Investition besser als vorher? So sollte sich einerseits nach dem  hohen Kapitaleinsatz einer Investition die Ertragskraft überproportional erhöhen. Andererseits sollten Investitionen stets positive Veränderungen für die Unternehmer und deren Perspektive bringen.

Erfahren Sie mehr dazu in unserem Video von Christoph Schmuck des Naturhotel Forsthofgut in Leogang, Salzburg.
 
 
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