Das Weihnachtsgeschenk von Frau Andrea Nahles - Kohl & Partner - Hotel und Tourismus Consulting
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5 Dezember
 
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Das Weihnachtsgeschenk von Frau Andrea Nahles

Oder wie insbesondere das Hotel- und Gaststättengewerbe mit dem Mindestlohn zu kämpfen hat.

Mit dem Beschluss der Bundesregierung zum 1. Januar 2015 den gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, werden weitreichende Änderungen für die Branche gültig. Dabei ist nicht unbedingt die Einführung des Mindestlohns von brutto EUR 8,50 das Problem, da viele Betriebe ihren Mitarbeitern höhere Löhne bezahlen, sondern die dazugehörigen Pflichten und Regeln werden der Branche zu Schaffen machen. Daher sollte man sich frühzeitig und umfassend informieren, um nicht bei einer Kontrolle überrascht zu werden, denn diese könnte unangenehm werden.

Grundsätzlich hat jeder Mitarbeiter Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn von EUR 8,50, es gibt wenige Ausnahmen wie z.B. Jugendliche unter 18 Jahren und Auszubildende. Auch Praktikanten haben, bis auf wenige Ausnahmen, Anspruch auf den Mindestlohn. Der Mindestlohn ist als Brutto Stundenlohn zu sehen. Das bedeutet, bei den in der Hotel-, und Gaststättenbranche beliebten 450-Euro Kräften kommt für den Arbeitgeber bei den Kosten die 30%ige Pauschalabgabe noch dazu. Der Minijobber erhält in seinem Lohn nämlich brutto für netto. Damit werden die Aushilfen in vielen Betrieben lohntechnisch gesehen teurer und kommen sehr nah an die Löhne der Festangestellten Mitarbeitern heran. Das Verhältnis ungelernte Aushilfe und Fachkraft gerät aus dem Lot oder kann sich die Branche weitere massive Lohnsteigerungen leisten, um dies auszugleichen? Wir denken eher nicht, da die Verkaufspreise nun einmal nicht massiv erhöht werden können.
  
Zahlt der Arbeitgeber über den Grundlohn hinaus weitere sogenannte Lohnbestandteile, so können diese in den meisten Fällen nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden. Sonn-, Feiertags-, und Nachtzuschläge dürfen aber zum Beispiel auf diesen angerechnet werden.
Tipp: Sollten Sie Mitarbeiter unter EUR 8,50 Stundenlohn beschäftigen, können Sie durch Zahlung von steuerfreien Zuschlägen den Mindestlohn erreichen.
  
Eins der größten Probleme ist die mit dem Mindestlohn verbundene Aufzeichnungspflicht des Arbeitsbeginns, der Dauer und dem Ende der täglichen Arbeitszeit. Dies bedeutet in der Praxis ein höherer Arbeitsaufwand durch Organisation und Überwachung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter. Die Unterlagen sind 2 Jahre im Betrieb aufzubewahren und bei Kontrollen durch den Zoll vorzulegen. Übrigens stockt der Zoll seine Kontrolleure gerade massiv auf, da man von nicht wenigen Vergehen ausgeht. Auch wenn zurzeit noch nicht alles zum Mindestlohn klar ist, wurde eins schon mitgeteilt, die verhängten Bußgelder können bis zu EUR 500.000 betragen.

Ein weiteres Damoklesschwert ist die Regelung, dass Unternehmen auch für Mindestlohnverstöße von Fremdfirmen haften (z.B. die externe Reinigungsfirma). Hier fehlt jedoch die Handhabe, dies zu überwachen.

Sie benötigen Hilfe bei der Umstellung der Personalkosten? Wir haben uns vorbereitet und bieten Ihnen unseren „Mindestlohn-Check“ an: 

  • Check der aktuellen Lohndaten 
  • Prüfung von Verbesserung der Arbeitsprozesse, um die Arbeitszeiten zu optimieren
  • Empfehlungen und Maßnahmen, um den Pflichten des Mindestlohns gerecht zu werden
  • Arbeits-, und Checklisten zur Bearbeitung werden zur Verfügung gestellt. 

Für ein Angebot oder weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 
 
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