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6 Dezember
 
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„Best Employer Destination“© – Attraktive Lebensräume für Mitarbeiter schaffen

Villach, 06. Dezember 2018 – Fachkräftemangel, hohe Mitarbeiterfluktuation und somit kurzfristiges Improvisieren bereitet vielen Tourismusdestinationen derzeit Kopfzerbrechen. Wie schaffen wir es, mehr Personal in die Destinationen zu holen, die Angestellten zu halten und die Mitarbeiterzufriedenheit dauerhaft sicherzustellen? Das Personalthema war immer schon ein Schlüsselthema der Branche – aber derzeit spitzt sich die Lage zu. Was tun aus Sicht einer Tourismusdestination, um eine „Best Employer Destination“© zu werden?
„Best Employer Destination“© –  Attraktive Lebensräume für Mitarbeiter schaffen
 
 
Das Grundproblem ist das „Under-Younging“ (fehlender Nachwuchs). Hinzu kommen immer mehr ausdifferenzierte Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten. Verstärkt wird alles noch durch die zunehmende Verschlechterung des Images von Jobs in der Tourismusbranche - Stichworte: Arbeitszeiten, Vereinbarkeit mit Familie, Saisonalität, Wohnraum etc. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein junger Mensch als Mitarbeiter im Tourismus eincheckt, ist heute - schon rein statistisch gesehen – wesentlich kleiner, als noch vor einigen Jahren.

Employer Branding aus Sicht einer ganzen Tourismusdestination ist somit so wichtig wie noch nie. Aber was bedeutet Employer Branding für eine Tourismusdestination? In erster Linie geht es darum, als Destination nicht nur für Gäste, sondern auch für Mitarbeiter attraktiv zu sein. Also alles dazu beizutragen, Mitarbeitern einen attraktiven Lebens- und Arbeitsplatz zu bieten – und hier sind die DMOs (Destination Management Organisationen) gefordert.

DMOs sind ohnehin bereits auf dem Weg, sich weg von reinen Marketing- hin zu Netzwerkorganisationen zu entwickeln. Sie kümmern sich im Netzwerk aus Gemeinden und Leistungsträgern auch um den attraktiven Lebensraum insgesamt. Denn die Formel ist einfach:

„Attraktiver Lebensraum für Einheimische = Attraktiver Arbeitsraum für Mitarbeiter = Attraktiver Erlebnisraum für Gäste!“

Vielerorts ist ein Perspektivenwechsel vonnöten. Einheimische und Mitarbeiter müssen stärker in den Fokus rücken. Was den Einheimischen gut tut, tut auch den Mitarbeitern und den Gästen gut. Das ist kein Henne-Ei-Problem, sondern die Lösung.

Mitarbeiter suchen sich jene Arbeitsräume aus, die auch attraktive Lebensräume bieten. Und: sie binden sich immer weniger an Arbeitgeber und an Destinationen. Es gibt weniger geradlinige Karrieren, weniger Kontinuität im Team. „Beim Arbeiten leben und beim Leben arbeiten“ lautet immer öfter die Devise. Der klassische „Work-Life-Balance“-Ansatz hat ausgedient, denn die Generationen Y und Z wollen Arbeit als Teil des Lebens und nicht Arbeit als Gegenwelt zum Leben. Es geht Ihnen um ein glückliches Leben und darum, das Arbeitsleben in ein glückliches Leben zu integrieren. Und da sind wir am Punkt: Eine Destination muss eine „Best Employer Destination“© werden, muss einen attraktiven Lebensraum bieten, um die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass Mitarbeiter vor Ort ein glückliches Leben führen können. Ziel ist es, Einheimischen attraktive Arbeitsplätze vor Ort zu bieten und Tourismusbetrieben die Mitarbeiterfindung und -bindung zu erleichtern, indem auch auswärtige Mitarbeiter in das Leben vor Ort integriert werden.

Kohl & Partner hat auf dem Weg zur „Best Employer Destination“© eine Vorgehensweise in fünf Schritten entwickelt:

Schritt 1: Werden Sie sich als Destination Ihrer (hohen) Lebensqualität bewusst!
  • Was sind die herausragenden Pluspunkte Ihrer Destination in Sachen Lebensqualität? 
  • Wo liegt Ihre Destination auf dem LebensQualimeter© (Kohl & Partner-Tool zur Ermittlung des Status Quo der Lebens- und Arbeitsqualität)?

Schritt 2: Positionieren Sie sich als Destination! Werden Sie zur Marke!

  • Warum macht es aus Sicht des Mitarbeiters Sinn, genau in Ihrer Destination zu leben und zu arbeiten? Was macht Sie attraktiv?
  • Was ist der Kernwert Ihrer Destination als Lebensraum? Ist es „lässig“ wie in Saalbach oder alles auf „Familie“ ausgerichtet wie in Serfaus-Fiss-Ladis?

Schritt 3: Setzen Sie eine Initiative mit Teilprojekten auf!

  • Welche Projekte brauchen Sie, um als Lebensraum für Mitarbeiter noch attraktiver zu werden?

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis: 
Zell am See Kaprun Tourismus trifft mit der Initiative „Team4U“ genau den Puls der Zeit. Gesteuert über die Zell am See - Kaprun Tourismus GmbH werden vier Projektbausteine forciert:
  1. Job4U, eine laufend aktualisierte Jobbörse, unterteilt in verschiedene Kompetenzfelder von Küche über Service bis Haustechnik und Handel.
  2. Academy4U-Seminare, eine Wissens-APP und ein Wissens-Onlineportal zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung.
  3. Community4U: Um Kontakte zu knüpfen und sich in der Region ein persönliches soziales Netzwerk aufzubauen, gibt es eine eigene Facebook-Community und Angebote zur gemeinsamen Freizeitgestaltung.
  4. Vergünstigungen mit der Benefits4U-Card bei unterschiedlichsten Leistungspartnern.
Für die Zukunft sind Themen wie Kinderbetreuung, die Schaffung von Wohnraum oder zusätzliche Ausbildungsstellen in Planung. Weiter Informationen unter www.team4U.at 

Schritt 4: Steuern Sie die „Best Employer Destination“©-Initiative über die DMO!
  • Wer in der DMO übernimmt das Employer Branding? Bei welcher(n) Person(en) laufen die Fäden zusammen?

Schritt 5: Kommunizieren Sie über mehrere Kanäle und halten Sie, was Sie versprechen!


Kohl & Partner hat dazu ein neues Produkt entwickelt und begleitet Destinationen professionell und zielorientiert Schritt für Schritt auf dem Weg zur „Best Employer Destination“©. Nähere Informationen zum Beratungsprodukt finden Sie unter folgendem Link oder unter gernot.memmer@kohl.at. Gerne können zu dem Thema auch exklusive Impulsvorträge für touristische Organisationen (z.B. Vollversammlung von Tourismusverbänden) gebucht werden. 
 
 
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