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8 August
 
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Auslastung in Vollbelegungstagen

Wie ist es mit der Auslastung der Hotels im Alpenraum bestellt?
Die Auslastung ist eine der wichtigsten Performance-Kennzahlen des Bettenverkaufs im Hotel. Aber wie kann man diese messen und auch interpretieren?
Auslastung in Vollbelegungstagen
 
 
Kohl & Partner wählt hierbei den Zugang der Vollbelegungstage-Betten, da diese Kennzahl mitunter am aussagekräftigsten ist und sowohl auf Betriebsebene als auch auf Destinationsebene zur Verfügung steht.

Vollbelegungstage Betten (VBT-Betten) = Nächtigungen gesamt bzw. Summe der belegten Betten / Normalbetten

Da es sich im Alpenraum meist um zweisaisonal geöffnete Betriebe handelt, lässt sich diese Kennzahl nutzen,  Betriebe mit ähnlicher Anzahl von Öffnungstagen in ihrer Auslastungsperformance zu vergleichen. Im Verhältnis gesetzt mit den Tagen, die der Betrieb geöffnet hat (OHT), wird die prozentuale Bettenauslastung errechnet.

Betten-Auslastung in % zu den OHT = VBT-Betten / Offenhaltetage

Die Bettenauslastung ist jedoch kritisch zu betrachten. Denn es können sich zwischen der Bettenauslastung und der Zimmerauslastung deutliche Unterschiede ergeben.
Diese Verzerrungen treten besonders bei Betriebstypen mit einer hohen Bettenbelegung pro Zimmer (z.B. Kinder- und Familienhotels) sowie bei Betriebstypen mit einer sehr geringen Bettenbelegung pro Zimmer (Hotels mit vielen Einzelreisenden) zutage. Es verändert sich hier der sogenannte Doppelbelegungsfaktor (DBF).

Doppelbelegungsfaktor (DBF) = Nächtigungen gesamt bzw. Summe der belegten Betten / Roomnights bzw. Summe der belegten Zimmer

Bei Betrachtung der Vollbelegungstage-Betten von zweisaisonal bis zu ganzjährig geöffneten Betrieben im Alpenraum, weisen gut positionierte Hotels grundsätzlich die besten Auslastungszahlen auf – diese Tendenz zeigt sich über alle Betriebstypen hinweg.
Kinder- und Familienhotels verfügen im Schnitt über eine Bettenauslastung von rund 202 Betten-Vollbelegungstagen (VBT). Dies entspricht einer prozentualen Bettenauslastung zu den Offenhaltetagen (OHT) von rund 75 %. Diese Kinder- und Familienhotels zeichnen sich durch einen hohen Kinderanteil zumeist 35 % aus und haben einen Doppelbelegungsfaktor von 3,5 und mehr. Die Zimmerauslastung liegt mit 80 % bei diesem Betriebstyp (mit zumeist vier Betten pro Zimmer) deutlich höher.
Wellnesshotels im 4* Segment zeigen im Verhältnis der geöffneten Tage (OHT) Bettenauslastungswerte von 222 VBT (70 % zu den OHT) und 4*Superior Wellnesshotels von sogar 246 VBT (73 %).
Mit einer Bandbreite von 230 bis maximal 300 Tagen haben Ferienhotels oftmals weniger Offenhaltetage als die dargestellten Kinder- und Familienhotels oder auch Wellnesshotels. In dieser Zeit erzielen 4* Ferienhotel, mit einer Betriebsgröße von weniger als 80 Betten, eine Auslastung von rund 195 VBT (71 %). Hingegen die größeren Hotels, mit über 80 Betten, generieren eine Auslastung von 203 VBT (74 %).
Die zweisaisonal geöffneten 3* & 3*Superior Ferienhotels verzeichnen eine Bettenauslastung von rund 175 VBT, dies entspricht einer prozentualen Auslastung zu den geöffneten Tagen von rund 60 %.

Warum sind diese Benchmarkzahlen so spannend und wieso macht man überhaupt Benchmarking?
Benchmarking bedeutet, die Leistungen, die mein eigenes Unternehmen erbringt, mit denen anderer, vergleichbarer und auch besserer Betriebe zu vergleichen.

Hierbei lässt sich nicht nur aufzeigen, wo man seine Arbeit gut macht und die eigenen Stärken liegen, sondern es lassen sich ebenfalls Potentiale identifizieren, um in Zukunft noch besser sein zu können. Operative sowie strategische Entscheidungen können daraus im Sinne einer unterstützenden, professionellen, zahlenbasierten Planung und Führung abgeleitet werden.


Die neue Info-Reihe „Kennzahl des Monats“ gibt hier, gegliedert nach betriebsindividuellen Typen, monatlich Auskunft über aktuelle Branchenkennzahlen aus der alpenländischen Hotellerie, um auch „Äpfel mit Äpfel“ vergleichen zu können und noch spezifischere und genauere Aussagen zu erhalten.
 
Wollen auch Sie Ihren Betrieb einmal genauer durchleuchten lassen, mit anderen Betrieben benchmarken und von dem fachtouristischen Branchen-Know-how von Kohl & Partner profitieren, dann treten Sie doch gleich mit uns in Kontakt.
 
 
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