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14 Dezember
 
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Tourist-Informationen der Zukunft in Oberbayern

Eine im September und Oktober durchgeführte Umfrage von Studierenden an der ISM (Internation School of Management) in München über die Zukunftsfähigkeit der Tourist-Informationsstellen in Oberbayern und München ergab einige interessante Einblicke.
Tourist-Informationen mit Sitz in den jeweiligen Destinationen werden oft von den jeweiligen Gemeinden betrieben. Hier werden Gäste im Regelfall mit Informationen über mögliche Aktivitäten oder Unterkunftsmöglichkeiten der jeweiligen Destination versorgt. Aber benötigen Gäste im digitalen Zeitalter, ausgestattet mit Smartphones und Tablets diesen Service überhaupt noch? Werden die Tourist-Infos nicht immer mehr von Online-Informations- und Buchungsplattformen verdrängt?
Tourist-Informationen der Zukunft in Oberbayern
 
 
Die 3 Säulen der TI der Zukunft: Personal, Räumlichkeiten, Infomaterial!
Waren es laut www.statista.de 2001 noch 15% aller Gäste, die das Internet zur Information und Buchung über Urlaubsziele nutzen, sind es heute bereits über 60%. Derzeit nutzen nur rund 30% die Tourist-Information für die Reiseplanung, während mehr als 70% die Internetseiten der Reise-Anbieter und OTA nutzen. Und rund die Hälfte dieser mit Hilfe mobiler Endgeräte. Somit wurde angenommen, dass TIs in ihrer derzeitigen Form keine Zukunft haben.
Das Ergebnis aus der – nicht repräsentativen – Marktforschung des Studierenden ergab, dass sich Gäste doch wünschen, die Tourist-Infos als Einrichtungen vor Ort durchaus noch nutzen zu können, mit dem Smartphone in der Hand.
Um künftig dem Wettbewerb Stand zu halten, müssten sich die TIs der Zukunft auf drei wesentliche Säulen konzentrieren: Personal, Räumlichkeiten und digitales Infomaterial.
Das Personal sollte vor allem Integrität, Beratungsqualität und Commitment sicherstellen.
Bei den Räumlichkeiten sind der Standort, das äußere Erscheinungsbild, ein modernes und gemütliches Ambiente und Themeninseln erfolgsrelevant. Beispiele für eine moderne und ansprechende Inneneinrichtung können sein: offene Flächen, Sitzecken, helle Räume, Bezug zur Region und Glasschaukästen für Informationsmaterial. Das Informationsmaterial der TI der Zukunft muss interaktive Beratung bieten. Die Individuelle Informationen muss mit Emotionen wie z.B. Insidertipps verbunden werden.
Das Personal sollte zu 100% kompetent sein und dem Besucher ein hohes Maß an Service bieten. Dazu sind kontinuierliche Selbstreflektion, Gästefeedback, Austausch mit anderen Tourist-Infos und Qualitätssicherung durch externe Dienstleister unablässig.
In Oberbayern gibt es einige Beispiele, die dem Gast einen klaren Mehrwert bieten. Die TI Irschenberg beispielsweise trägt mit der Idee der Zusammenführung mehrerer Themen-Stores, wie den FC Bayern München Fan-Shop, dem Quicksilver Store und dem Angebot von regionalen Spezialitäten zusätzlich zu einer modernen TI-Einrichtung zu einem Wandel der klassischen Tourist-Info bei. Die TI Chiemsee lädt mit Erfolg zum Verweilen ein.
 
 
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