Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
28 November
 
Drucken

Tourismus nicht um seiner selbst willen

Tourismuskongress für ein Mehr an Lebensqualität
Machen wir „Alles nur für’d Gäschd?“ – dieser Frage gingen die Teilnehmer des ersten Tourismuskongresses des Touristischen Aktionsbündnis Nördlicher Schwarzwald (TANS) am 16. Oktober 2013 in Freudenstadt nach. Mit bestätigenden und überraschenden Ergebnissen.
Tourismus ist heute mehr als Wirtschaftsfaktor und Ursache regionaler Wertschöpfung. In vielen Regionen Baden-Württembergs und Deutschlands hat der Tourismus sich zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt.

Denn ein funktionierender Tourismus ist eine wichtige Grundlage für Infrastrukturen, die von Urlaubern wie Einheimischen gleichermaßen genutzt werden wie etwa Bäder, Parks, Sportanlagen und Kultureinrichtungen. Er generiert Einnahmen und trägt so zur Sicherung wichtiger Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe - etwa Bäcker, Metzger und Supermärkte aber auch Banken, Handwerksbetriebe, Tankstellen und vieler weiterer Unternehmen - insbesondere in ländlich geprägten Räumen bei. Er sichert Arbeitsplätze und ist Wettbewerbsvorteil für Unternehmen an diesen Standorten bei der Suche nach Fachkräften und den besten Köpfen sowie wichtiges Argument für deren mitreisende Familien. „Arbeiten, wo andere Urlaub machen“ hören und lesen wir dazu Land auf, Land ab.

Mehr als 120 Teilnehmer aus Tourismus und Politik folgten deshalb der Einladung des Touristischen Aktionsbündnisses Nördlicher Schwarzwald (TANS), der IHK Nordschwarzwald und der Schwarzwald Tourismus GmbH am 16. Oktober 2013 ins Kurhaus in Freudenstadt. Beim ersten TANS-Tourismuskongress arbeiteten die Experten an Ideen und Zukunftskonzepten für den Tourismus in der Region Nördlicher Schwarzwald. Alexander Seiz, Kohl & Partner Stuttgart, moderierte den Kongress.

Lebensqualität im Lebensraum

Wichtige Vortrags-Impulse zu den wirtschaftlichen, sozialen und emotionalen Faktoren des Tourismus gab Dr. Manfred Kohl, Gründer der Kohl & Partner Hotel- und Tourismusberatung.
Bekanntheit alleine reiche heute nicht mehr aus, um im Wettbewerb der Regionen vorne mit dabei zu sein. „Der Tourismus braucht Pioniere. Er darf sich nicht mit Mittelmaß begnügen, er muss an die psychologische Nachhaltigkeit appellieren.“ Es brauche eine gemeinsame Vision sowie die Zusammenarbeit aller Akteure und ein tragfähiges, branchenübergreifendes Konzept. Nötig seien auf vielen Gebieten Investitionen, die auch den Mittelstand unterstützen, appellierte Kohl. Die Gestaltung der „Lebens-Qualität im Lebens-Raum (Nord)Schwarzwald“ stellte Kohl dabei als Gemeinschaftsaufgabe ins Zentrum aller Anstrengung.

Tradition ist sexy
Die gemeinsame Gestaltung nahm sofort Formen an. Im „World-Cafe“ diskutierten und arbeiteten die Teilnehmer an moderierten Thementischen an Lösungsansätzen für die zentralen Herausforderungen der Region Nordschwarzwald.

Fünf Thementische zu Nationalpark und Tourismus, Kooperationen und Cards, Marke und Identität, Fachkräfte und Demografie sowie Destinationen und Trends entlockten und bündelten das Wissen und die Ideen der Teilnehmer. „Alles ist wichtig, keine Idee soll vergessen werden“ – im stetigen Themen- und Tischwechsel konnte jeder Teilnehmer zu jeder Herausforderung seine Sichtweisen und Lösungsansätze einbringen.

Die „Stärkung des Wir-Gefühls“ war dabei vielen Teilnehmern wichtig, ebenso wie die Überzeugung, Tourismus und touristische Angebote müssen einen Mehrwert für Gäste und Einheimische gleichermaßen bringen. „Wir sind Schwarzwald“ formulierte ein Teilnehmer das gemeinsame Verständnis der eigenen Identität und mit „Tradition ist sexy“ unterstrichen die Teilnehmer die Bedeutung und Zukunftsfähigkeit regionaler Traditionen und Besonderheiten.

Zappeln, Klatschen, Businesstheater
Spontan, emotional und fokussiert in Szene gesetzt wurden die Themen des Tages von den Improvisationskünstlern Jan Rutishauser, Helge Breitsprecher und Marc Schlossarek. Mit spontanen Theatereinlagen und abenteuerlichen Greifspielchen brachten Sie den gesamten Kongress zum Zappeln, Klatschen und Hüpfen. Die amüsanten Inszenierungen verdeutlichten die Herausforderungen und Themen im Tourismus und für die Region aus einem humoristischen Blickwinkel und erzeugten gleichermaßen große Zustimmung bei Kongressbesuchern.

Alle Redner und Gäste des Tages waren sich einig, dass nur Netzwerke und gute Zusammenarbeit nachhaltige Erfolge für die Region erzielen können. Das Wir-Gefühl war beim gemeinsamen Improvisations-Tanz jedenfalls schon deutlich zu spüren.
Tourismus nicht um seiner selbst willen
 
 
Tourismus ist heute mehr als Wirtschaftsfaktor und Ursache regionaler Wertschöpfung. In vielen Regionen Baden-Württembergs und Deutschlands hat der Tourismus sich zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt.
Tourismus nicht um seiner selbst willen
 
 
 Zurück zum Magazin 
 
Drucken