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18 Februar
 
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Strategien nicht immer neu erfinden!

Viele Tourismusregionen, -gemeinden und -betriebe stellen gute Konzepte mit wertvollen Strategien auf. Doch statt die Strategien stetig fortzuschreiben, gibt es nach einigen Jahren schon wieder neue Überlegungen und neue Konzeptionen. Dabei wäre es doch viel sinnvoller, die Strategien mit in den Alltag zu nehmen und immer wieder anzupassen.
Wie wird mit Konzepten und Strategien umgegangen?
Viele Projekte von Kohl & Partner beschäftigen sich mit der strategischen Ausrichtung von Tourismusbetrieben, Destinationen, Hotel- und Gastronomiebetrieben. Mit viel Know-how, Herzblut und Engagement werden die strategischen Leitlinien diskutiert und entwickelt. Ein Beteiligungsprozess bindet auf Regionalebene die Leistungsträger und Partner ein und im Betrieb kommen die Mitarbeiter zu Wort. Aber wie wird damit praktisch
gearbeitet und umgegangen?

Es lässt sich feststellen, dass die Konzeptionen viel zu wenig in der täglichen Praxis präsent sind, dass mit ihnen tagtäglich gearbeitet wird. Zu wenig werden Projekte, Aktionen und Massnahmen in der Kommunikation und Darstellung auf die Strategie „geerdet“. Bei Folge-Workshops werden Diskussionen geführt und Ideen entwickelt, die schon in der Konzeptphase entschieden wurden und leider nicht mehr präsent sind. In einer Hotelkooperation war das Erstaunen gross, als die Teilnehmer tolle neue Ideen entwickelten, diese aber schon vor zwei Jahren in der
Strategieklausur mit den gleichen Teilnehmern als wichtige Massnahmen definiert wurden.

Es ist sinnvoll, als Region oder Betrieb mindestens einmal jährlich über die Strategien nachzudenken und eventuell eine Anpassung vorzunehmen. Nach mehreren Jahren ist eine intensivere Diskussion notwendig. Es empfiehlt sich dann, die ursprüngliche Konzeption nochmals in die Hand zu nehmen, die Massnahmen und Empfehlungen auf die Realisierung zu prüfen und offene Themen von einst zu diskutieren und zu klären, wo es vor dem Hintergrund aktueller Veränderungen der konkreten Anpassung bedarf. Viele erstaunt, dass neue Ideen schon mal fixiert wurden und bereits vorhanden sind.


Unsere Empfehlung für Betriebe und Verbände zum Umgang mit Strategien

  • Konzeptionen und Strategien an Mitarbeitern, Partnern und Mitgliedern in eigenen Informationsveranstaltungen oder schriftlich in einer Broschüre vermitteln.
  • Öfters mal in Vorträge, Workshops, Projekttreffen auf die Strategien hinweisen oder Projektvorstellungen mit Hinweis auf die Konzeption einleiten.
  • Hin und wieder die Leitlinien zur Hand nehmen und nachschlagen „Was haben wir definiert?“, „Wie haben wir spezielle Themen diskutiert?“
  • Konzeption stetig anpassen und fortschreiben, Veränderungen dokumentieren, Massnahmen ev. auch austauschen, Aktionspläne aktualisieren.
  • In regelmässigen Abständen Bilanz-Workshops durchführen und nachfragen „Wo stehen wir?“

Vorteile einer stetigen Präsenz und Aktualisierung von Strategien:

  • Es gibt immer eine aktuelle Unterlage, nach der gearbeitet wird
  • Investitionen und Projekte werden hinsichtlich ihrer strategischen Relevanz laufend hinterfragt
  • Eine aktuelle Konzeption und die tägliche Arbeit transportiert damit Professionalität und Kompetenz und vermittelt strategisches Arbeiten
  • Erfahrungen werden nicht nur im Umgang mit Projekten, sondern auch im Definieren und Umsetzen von Strategien gesammelt
  • Die stetige Aktualisierung ist zudem eine gute Erfolgskontrolle

 
Fazit:
Es ist durchaus sinnvoll die Strategie als einen laufenden Prozess zu betrachten. In Workshops erarbeitete Themen sollten protokolliert werden.
Die Aktionspläne sollten laufend auf ihre Aktualität hin geprüft werden. Und zu guter Letzt sollten die Mitarbeitenden und Anspruchsgruppen in den gesamten Prozess involviert werden – was nützt eine hervorragende Strategie welche im Betrieb oder in der Destination nicht verstanden wird!
 
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