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8 Dezember
 
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Spannungsfeld Schluchsee

Der Schluchsee, größter See des Schwarzwalds, soll weiterhin als Pumpspeicher genutzt werden. Für die größte „Batterie“ Deutschlands läuft nach 80 Jahren Betrieb im kommenden Jahr die aktuelle Bewirtschaftungskonzession der Schluchseewerk AG aus. Eine neue Konzession ist beantragt. Doch auch die Tourismusgemeinden rund um den See melden für ihre Gäste und Bürger Ansprüche am attraktiven Wassersportrevier und Reiseziel an. Im Spannungsfeld von Tourismus und Energiewirtschaft untersucht Kohl & Partner die Auswirkungen der stark wechselnden Pegelstände des Sees auf die Attraktivität des Reiseziels und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukünftige Bewirtschaftung.
 
Wie Tourismus und Energiewirtschaft um den größten Schwarzwaldsee konkurrieren
Tidenhub im Schwarzwaldsee
Der Schluchsee ist nicht nur ein attraktives Natur-, Tourismus- und Naherholungsgebiet sondern auch ein begehrtes Segel- und Angelrevier. Seit 1929 wird der 7,5 Kilometer lange und 1,5 Kilometer breite Schwarzwaldsee ebenso als Pumpspeicher genutzt. Das bedeutet, mit seinem Wasser wird Strom erzeugt. Hierzu werden die Schleusen der Staumauer geöffnet, Wasser strömt über eine dreistufige Kaskade von Kraftwerken über 600 Höhenmeter und 27 Kilometer weit durch Rohre in Richtung Rhein. Ist genug Strom im Netz vorhanden und sind die Preise dafür niedrig, wird wieder Wasser nach oben in den Schluchsee gepumpt. Dies hat zur Folge, dass der Wasserstand des Schluchsees stark schwankt – bis zu 7 Meter in den Tourismus-intensiven Sommermonaten, noch stärker im Winter. Fast 1/3 der Seefläche fällt damit regelmäßig trocken.

Neukonzessionierung nach 80 Jahren
Doch am 16. März 2017 läuft die Betriebskonzession der Schluchseewerke AG, einem gemeinsamen Tochterunternehmen der Energieriesen RWE und EnBW, aus. Für die neue Genehmigung beantragt die Schluchseewerke AG, dass das Wasser – auch in den für die umliegenden Orte touristisch besonders bedeutenden Sommermonaten – einen Meter weiter als bisher ablassen zu dürfen. Dies würde nicht nur viele direkte Seenutzer wie Segler, Angler und Bootsbetreiber in Schwierigkeiten bringen. Die umliegenden Gemeinden sehen durch die neu beantragten Pegelstände vor allem den starken Tages- und Übernachtungstourismus gefährdet. Dieser macht am See einen erheblichen Teil der regionalen Wirtschaftskraft aus.

Tourismusexpertise von Kohl & Partner als Entscheidungsgrundlage gefragt
Kohl & Partner untersucht deshalb im Auftrag der betroffenen Tourismusgemeinden rund um den Schluchsee die Auswirkungen der stark wechselnden Pegelstände auf das touristische Image, die Angebotsqualität und die zukünftige Tourismusentwicklung in der Region. Das Fachgutachten einschließlich konkreter Handlungsempfehlungen für die zukünftige Bewirtschaftung bildet eine wichtige Gestaltungs- und Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Nutzung des Schluchsees.
 
 
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