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10 Dezember
 
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Potentieller Umsatzverlust durch Angebote im Spam Ordner

Gerade im Tourismus, wo das Versenden von Angeboten mittlerweile zu einem der wichtigsten Instrumente der Gästegewinnung und des E-Marketings geworden ist, hat es enorme Auswirkungen, wenn diese nicht tatsächlich beim Gast ankommen. Durch nicht zugestellte Angebote verliert der Hotelier womöglich Umsatz und die Mühe seiner MitarbeiterInnen war vielleicht vergebens. Doch wie kommt es, dass – laut eigenen Angaben von dem Internetdienstleister AOL – rund 90% aller weltweit versandten E-Mails geblockt oder nicht zugestellt werden?

Spam-Filter arbeiten mit einem mehrstufigen, mathematischen Filtersystem, bei dem jede Stufe kritischer und schwieriger zu überwinden ist. Texte, Mediadaten, Formatierung und Anhänge werden durchleuchtet, um verdächtig erscheinende Nachrichten auszusortieren. Das Problem dabei sind gerade die rechtlich, notwendigen Informationen eines Angebots wie: genaue Angaben zu Kosten und den dazugehörigen Leistungen, die Filter auf sich aufmerksam machen; was dazu führt, dass auch Mails seriöser Anbieter ausgefiltert werden.

Aber auch wenn eine E-Mail das gesamte Filtersystem durchlaufen hat, heißt es noch lange nicht, dass diese auch tatsächlich beim End-User ankommt. Virenschutz-Applikationen, Sicherheitseinstellungen auf den Endgeräten der Gäste und Spam-Filter in den E-Mail Programmen führen dazu, dass die E-Mails letztlich oft unentdeckt im Spam Ordner landen.

Ein Beispiel aus der Fachpresse zeigt auf, wie sich die falsche Klassifizierung von legitimen Angeboten auf den Umsatz eines touristischen Unternehmens auswirkt:

Ausgehend vom Durchschnitt in der Ferienhotellerie werden monatlich rund 230 Angebote per E-Mail an Gäste verschickt. Bei einer typischen Aufenthaltsdauer von 2-3 Tagen und zwei Personen ergibt sich ein mögliches Umsatzvolumen pro Angebot, je nach Leistungsumfang, von EUR 500 bis 1.000. In Summe bedeutet dies bei einem Angebotswirkungsgrad von 30% einen potentiellen Umsatz von EUR 34.500 bis 69.000 pro Monat. Sollten nur 10% der Angebote unentdeckt im Spam-Ordner landen bedeutet dies bereits potentielle Umsatzeinbußen von bis zu EUR 6.900 pro Monat.





Fünf einfache Kohl & Partner Tipps, um Spam zu minimieren:

  1. Betreff und Absenderadresse schlicht gestalten
    Sonderzeichen und Umlaute werden von Spam-Filtern kritisch betrachtet. Der übermäßige Gebrauch von Sonderzeichen ist ebenso zu vermeiden wie überflüssige Leerzeichen und durchgängige Großschreibung einzelner Wörter oder sogar des ganzen Betreffs. Wörter wie gratis, Gewinn und auch Angebot, Preis und deren Synonyme erhöhen die Gefahr, dass E-Mails als Spam klassifiziert werden. Daher diese vermeiden oder sparsam verwenden. Auch auf knallige Hintergrundfarben sollte verzichtet werden.
  2. Multipart E-Mails versenden
    Auch HTML-Elemente werden manchmal als Spam klassifiziert. E-Mails sollten daher entweder als Multipart-Mails – sowohl in HTML- als auch in Text-Form – versendet werden oder dem Empfänger sollte beim Opt-In eine Auswahl ermöglicht werden.
  3. Opt-Outs sofort umsetzen
    Trägt sich ein Empfänger vom Erhalt eines Newsletters aus, muss er sofort aus der Abonnentenliste gelöscht werden. Erhalten Empfänger trotz Abmeldung weiterhin ungewünschte Newsletters, ist es wahrscheinlich, dass sie den Versender irgendwann als Spam melden. Falls auf mehrere Adressdatenbanken zugegriffen wird, sollten diese regelmäßig synchronisiert werden, um alle Abmeldungen zu berücksichtigen. 
  4. E-Mails auf Spamverdacht prüfen lassen
    Es gibt eine Reihe professioneller Tools, die E-Mails vor Versand prüfen und potentielle Schwachstellen der E-Mails aufzeigen. senderscore.org oder artegic.de/spam-check
  5. Whitelisting betreiben
    Whitelists sind Listen, die dem nach einem Zertifizierungsprozess gelisteten Absender eine positive und besondere Reputation bescheinigen und seinen E-Mails eine bevorzugte Behandlung durch die E-Mail-Provider sichern. Hierzu beachten ist das diese Dienste nur bei teilnehmenden Providern helfen und nicht lokal auf den Rechnern der potentiellen Gäste.
In jedem Fall empfiehlt es sich Experten zu Rat zu ziehen um maßgeschneiderte Lösungen und den größtmöglichen Erfolg für den touristischen Betrieb zu erreichen.
 
 
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