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28 Juni
 
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Mit Profil und Zusammenarbeit auf dem Weg zur zukunftsfähigen Destination 2030

Heidelbeerdorf Enzklösterle, Touristik Bad Wildbad und Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald zeigen wie`s geht und begeistern Baden-Württembergs Touristiker für einen Start in die Zukunft des Tourismus.
Mit Profil und Zusammenarbeit auf dem Weg zur zukunftsfähigen Destination 2030
 
 
Kohl & Partner im Gespräch: Touristische Erfolgsmodelle in Enzklösterle vorgestellt.
Mit der Veröffentlichung der Broschüre „Destination 2030 – die Zukunft der touristischen Organisationen“ gibt Kohl & Partner in 8 Thesen einen Anstoß für die Auseinandersetzung mit den zukünftigen Herausforderungen im Tourismus. Jahrelange Erfahrung und die Begleitung zahlreicher Destinationsprojekte ermöglicht Kohl & Partner einen Weitblick auf die bevorstehenden Veränderungen und zeigt Ansätze auf, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Diese Thematik rückt auch die Veranstaltungsreihe „Kohl und Partner im Gespräch – Destination 2030“ in den Fokus und lädt ein, Erfahrungen auszutauschen und mögliche Herangehensweisen anhand aktueller Beispiele zu diskutieren. Der Auftakt stand ganz im Zeichen der zukunftsfähigen Organisation und Markenprofilierung touristischer Destinationen und fand am 28. Juni 2016 in Enzklösterle statt.

Den Startschuss zum Dialog gab Alexander Seiz, Geschäftsführer Kohl & Partner Stuttgart mit einem Fachvortrag zum Thema „Marke, Profil und Organisation – Aspekte für zukunftsfähige Destinationen.“ Die Herausforderungen durch den demografischen Wandel, die Digitalisierung und Globalisierung und den zunehmenden Stellenwert der Nachhaltigkeit sind riesengroß. Lösungen sieht Seiz in einem klaren Profil. „Man muss sich heute von der Masse abheben, um wahrgenommen zu werden und im Wettbewerb zu bestehen.“ Doch die Marke ist nicht nur das Logo einer Destination, vielmehr muss sich die Marke durch alle touristischen Themen einer Gemeinde oder Region ziehen.

Auch was die Organisation angeht kommen Zeiten der Veränderung auf uns zu. Zukünftige Tourismusorganisationen werden immer größer und wachsen zu ganzheitlichen Netzwerkorganisatoren und Destinationsentwicklern. Ausgehend davon werden neue Führungsstrukturen erforderlich, in denen die Kernaufgabenbereiche „Marketing“, „Service & Integration“ sowie „Produktentwicklung“ von drei gleichwertigen Themenverantwortlichen geleitet werden.

Die Gemeinde Enzklösterle, die Touristik Bad Wildbad GmbH und die Tourismus GmbH des Nördlichen Schwarzwaldes haben bereits umgerüstet und stellten bei „Kohl & Partner im Gespräch“ ihren aufwendigen, aber erfolgreichen Weg zur zukunftsfähigen Destination vor. Die Gemeinde Enzklösterle befreite sich von den Fesseln des klassischen Kurorts und erlebt heute als „Heidelbeerdorf“ ihren zweiten Frühling. Bürgermeisterin Petra Nych berichtete von der anfänglichen Skepsis bei Gemeinderäten und Bürgern. Inzwischen beflügelt die gemeinsame Idee „Heidelbeerdorf“ alle Alters- und Interessengruppen und sorgt für frischen und neuen Wind in der Gemeinde. Die Personalisierung der Marke durch Originale wie die Heidelbeerprinzessin und ihre Heidelbeeroma transportieren die neue Identität und machen die regionale Authentizität von Enzklösterle über alltagstypische Geschichten spürbar. Grundlage dieses Storytellings ist immer die Positionierung als Heidelbeerdorf. Auch wenn die Heidelbeere früher im Nördlichen Schwarzwald vor allem negative Assoziationen weckte, ist heute eine hohe Identifikation der Bürger und aller am Tourismus Beteiligten mit dem Thema entstanden, was zu einem wahren Ideenreichtum führt, die neue Marke für den Gast erlebbar zu machen. Zusätzlich gelang es die hohen Kosten für den Tourismus zu reduzieren. Satt einer eigenen Tourismusorganisation mit teurem Kurdirektor fand man mit der Unterstützung von Kohl & Partner eine Kooperationslösung mit der benachbarten Touristik Bad Wildbad.

Die Übernahme der Tourist-Information inklusive aller Mitarbeiter und Arbeitsgebiete habe laut Bernhard Mosbacher, dem Geschäftsführer der Touristik Bad Wildbad, sowohl Enzklösterle und Bad Wildbad, als auch die Region vorangebracht. Im gesamten Enztal arbeite man jetzt wesentlich enger und besser zusammen wie vorher. Der neue Heidelbeerweg und das Heidelbeerfest unterstützen für ihn mittlerweile perfekt die Positionierung Enzklösterles im Rahmen des Enztals und dem Nördlichen Schwarzwald. Er freut sich besonders, dass nach vielen Jahren des Gäste- und Übernachtungsrückgangs in Enzklösterle 2015 erstmals wieder eine Steigerung bei den Übernachtungen um satte 11 Prozent erreicht wurde.

René Skiba von der übergeordneten Tourismusorganisation bewertet die Neuorientierung und Neuorganisation in Enzklösterle ebenfalls durchweg positiv und wünscht sich von den Akteuren im Nördlichen Schwarzwald, dass jeder mit seinem Spezialgebiet und authentischen Geschichten eine besondere Position innerhalb der gemeinsamen Idee des Zusammenschlusses einnimmt. Der Prozess zur Zusammenführung von 14 Gemeinden, 4 Tälern und über 1,2 Millionen Übernachtungen in der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald war steinig und schwer. „Inzwischen hat sich unsere Zusammenarbeit sehr gut etabliert“, findet René Skiba. Gemeinsame Produktentwicklung, konzentrierter Auftritt im Nahbereich und gute Zuarbeiten für die Schwarzwald Tourismus GmbH haben den Tourismus im Nördlichen Schwarzwald in den letzten Jahren auf Erfolgskurs gebracht. Skiba bestätigt die Thesen von Seiz durch eigene Visionen von der GmbH: Auch er sieht die Tourismus GmbH zukünftig über das Marketing hinaus als Entwicklungs- und Serviceagentur für die Region.

In der Diskussion waren die Teilnehmer aus dem südlichen Schwarzwald und der Schwäbischen Alb erstaunt über die organisatorischen Veränderungen im Nördlichen Schwarzwald und ließen sich interessiert von der Arbeit in Enzklösterle und Bad Wildbad inspirieren. Dass es für solche Entwicklungen ein fachlich fundiertes und praxisorientiertes Konzept und intensive Gespräche in der Region benötigt wurde im abschließenden Get-together nochmals deutlich. Kohl und Partner tritt bei solch einer Konzeptionsarbeit immer wieder als zentraler Ideengeber auf und bringt den Stein zur Entwicklung eigener Ideen ins Rollen. Eine gezielte Moderation und die Ausarbeitung strategischer Wegweiser schaffen dabei die Basis zum Anstoß zentraler Umsetzungsschritte.

„Kohl und Partner im Gespräch – Destination 2030“ wird weitere Gesprächsrunden nutzen, verschiedene touristische Themen unter dem Gesichtspunkt der Zukunftsfähigkeit zu betrachten. Mit der Kombination aus fachlichem Know-how und erfolgreichen Beispielen aus der Praxis will Kohl & Partner den Destinationen Mut machen sich für die Zukunft zu rüsten und den Bewusstseinswandel bei allen Stakeholdern zu aktivieren.
 
 
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