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21 November
 
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Fragebogen zur Zukunft der Tourist Infos

Studie von Destinet.de: Warum die klassische TI sich wandeln muss
Fragebogen zur Zukunft der Tourist Infos
 
 
Heute stellen wir Ihnen einen interessanten Gastartikel inklusive Umfrage von Destinet.de vor:

Noch genießt das „i“ als Signet für die Tourist Information in der Tourismusbranche einen gewissen Nimbus, ist so eine Art touristisches Urgestein. Doch die digitale touristische Revolution fordert ihren Tribut – und das besonders unter Urgesteinen. Jedes Smartphone ist in der Lage, sämtliche Informationen, die ich auf Reisen brauche, zu übermitteln oder stets verfügbar zu speichern. Ich informiere mich, buche, hole mir Tipps, navigiere, kommuniziere mit dem Rest der Welt – die komplette Customer Journey in einem Gerät. Warum soll ich da noch einen Weg zur Tourist Information auf mich nehmen? Dem Urgestein droht die langsame Erosion.

Hat die Tourist Information vor diesem Hintergrund noch eine Zukunft? Hat das Gästeverhalten sich bereits geändert? Wie reagieren die Destinationen auf diese Entwicklung? Was sind tragfähige Strategien für das Fortbestehen der TIs?
Zielgruppen, die keine Smartphones besitzen oder im Urlaub benutzen wollen, werden täglich weniger. Zahlreiche Services und Angebote der TI bei Ankunft und während des Aufenthaltes werden durch das mobile Internet ersetzt. Heißt das nun, dass niemand mehr eine TI braucht?

Zumindest müssen die Strategien, Funktionen und Services innerhalb der TI überdacht werden. Zwei grundsätzliche Wege zeichnen sich bereits jetzt ab.

Der erste Weg ist nicht neu und setzt auf die Verteiler- und Multiplikatorwirkung frequentierter Orte: Statt einer flächendeckenden Präsenz eigener TIs werden diese in hoch frequentierte Attraktionen integriert, entweder als Shop-in-Shop unter Betreiberschaft der Destinations Management Organisation (DMO) oder auch per Dienstleistungsvertrag mit der Attraktion und ohne eigenen Personaleinsatz der DMO. Hier rücken die Kernfunktionen der TI in den Vordergrund: Infos für ein konkretes Produkt- bzw. Serviceinteresse, Übersicht und Orientierung über die Destination, „Convenience“ (Zeit, Geld, Nerven, Ressourcen sparen).

Die TI als Flagshipstore

Der zweite Weg setzt auf eine Ausweitung der klassischen TI-Funktionen: Die TIs werden selbst zur Attraktion und Landmarke, sprechen alle Sinne an, werden Teil des multisensorischen Urlaubserlebnisses und kommunizieren unterschwellig die ganze Tiefe der Markenbotschaft. Selbstverständlich ohne die realen Erlebnisse vollständig zu ersetzen.

Es wäre allerdings zu kurz gedacht, sie nur als Markenerlebniswelt der Destinationsmarke anzusehen, nein, es darf und es muss auch „verkauft“ werden - alles das, was den Aufenthalt vor Ort zum Gesamterlebnis vervollständigt. Die TI wird zum Flagshipstore der Destination, ihrer Erlebnisräume und Leistungspartner. Sie bietet hochwertige, impulsartig buchbare, der Markenbotschaft entsprechende Produkte an und bettet sie in eine inspirierende, aber nicht stressende und ständig Entscheidungen abfordernde Atmosphäre ein. Zudem werden die Gäste durch geschultes Personal intensiv beraten und betreut. Selbstverständlich ist diese TI eingebunden in die gesamte Informationsinfrastruktur und fungiert als Netzwerkknoten, offline wie online.

Befragung und Studie
Die TIs stehen – wie so viele Urgesteine der Tourismuswerbung – im Kreuzfeuer der mobil-vernetzten Welt. Selbstverständlich werden sie nicht von heute auf morgen verschwinden und selbstverständlich gibt es viele weitere Standortfaktoren für den Betrieb einer erfolgreichen TI zu berücksichtigen. Aber sie könnten schneller als gedacht vielerorts zur Disposition stehen. Die oben plakativ gegenübergestellten zwei Strategien stellen daher nur einen Teil der möglichen Weiterentwicklungen dar. Es gibt sicher weitere.

Was ist also die Zukunft der Tourist Information?
Dies wollen  Destinet – der Branchendienst für Destinationsmanagement – untersuchen und haben eine Befragung zum Thema gestartet. Unter
http://umfragen.destinet.de/index.php?sid=35954&lang=de
finden Sie den Fragebogen zum Einstig in die Studie Future.TI – Die Zukunft der Tourist Information. Bitte nehmen Sie sich die Zeit für das Ausfüllen – es dient auch der eigenen Standortbestimmung.
Matthias Burzinski / www.destinet.at
 
 
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