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23 Februar
 
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Erneuter Nächtigungsrekord lässt Wiener Hoteliers 2014 durchatmen

Auch in diesem Jahr veröffentlicht die Hotel- und Tourismusberatung Kohl & Partner ihren Report zum Hotelmarkt in der österreichischen Hauptstadt. 2014 stiegen die Nächtigungen um 6,3% auf beachtliche 13,5 Millionen. Im Gegensatz zu 2013 konnten die Wiener Hoteliers 2014 von dieser überaus positiven Entwicklung profitieren. Auf einzelbetrieblicher Ebene verzeichnete man eine leicht gestiegene Netto-Zimmerrate sowie eine verbesserte Jahres-Zimmerauslastung. Weiter geht auch der Reigen der Hoteleröffnungen, dieses Jahr vor allem rund um den neuen Wiener Hauptbahnhof.
 

Wien knackt deutlich die 13 Millionen Nächtigungsmarke
Nachfrageseitig gab es in Wien 2014 ein weiteres Rekordjahr. 13,5 Millionen Nächtigungen entsprechen einem Plus von 6,3% im Vergleich zum Vorjahr (6,2 Millionen Ankünfte / +6,4%). „Wien ist und bleibt eine der Top-Städtedestinationen in Europa. 2014 entwickelten sich vor allem die Hauptmärkte USA, Italien und Großbritannien mit zweistelligen Wachstumsraten positiv. Auch der stärkste Herkunftsmarkt Deutschland legte um 5,4% auf 2,65 Millionen Nächtigungen zu. Der Rückgang an russischen Gästen (-14,9% im Vergleich zu 2013) konnte in absoluten Zahlen dadurch mehr als kompensiert werden, was für die Stabilität der Destination Wien spricht“, so Matthias Hautli, Geschäftsleiter des Wiener Büros von Kohl & Partner.

Überdurchschnittliche prozentuelle Nächtigungsentwicklung im 2-/1-Stern Segment
2014 führte das überdurchschnittliche Nachfragewachstum auch zu einer Verbesserung der Kennzahlen auf einzelbetrieblicher Ebene. Die durchschnittliche Jahres-Zimmerauslastung lag 2014 bei 72,3% und damit 2,1% über dem Vorjahr. Verbessert werden konnte außerdem die durchschnittliche Netto-Zimmerrate (Average Daily Roomrate). Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2013 stieg diese wieder auf € 96,30 (+1,6%) (Quelle STR Global – rund 1/3 aller Hotelzimmer in Wien sind in diesem Benchmarkvergleich erfasst). Nichts desto trotz liegt der Wert immer noch unter dem des Jahres 2012. „Wir sprechen hier also nur von einer geringfügigen Verbesserung. Von einem für alle Segmente gesunden Preisniveau in Wien sind wir im Gegensatz zur Zimmerauslastung noch entfernt“.
Hotelmarkt Wien 2015

In den letzten 10 Jahren konnten die Nächtigungen in der Destination Wien um 49,8% gesteigert werden. Demgegenüber steht ein Bettenwachstum von 45,2%. Neue Kapazitäten konnten demnach durch neue Gäste gefüllt werden. Gleichzeitig müssen jedoch die seit mehreren Jahren stagnierenden Zimmerpreise sowie gestiegene Kostenpositionen beziffert werden. „Nicht jeder neue Hotelbetrieb nützt der Destination Wien und deren Hoteliers gleichermaßen. Zwar locken neue Marken auch neue Gästeschichten nach Wien, jedoch helfen nur Betriebe mit hoher Anziehungsqualität das Preisniveau nachhaltig zu steigern.
Sowohl was das zukünftige Hotelangebot als auch die Nachfrage betreffen, liegen Hotels im Budget- bis Midscale-Segment weiterhin im Trend. „Auf den angrenzenden Entwicklungsflächen des neuen Hauptbahnhofs kommen 2015 rd. 1.000 neue Zimmer in diesen Segmenten auf den Markt“. Zudem verschieben sich die Nächtigungsanteile hinzu Hotels niedrigerer Kategorien. Allein die 2-/1-Stern Hotels steigerten ihre Nächtigungen in den letzten 10 Jahren um 182%.

Stimmung in der Branche für 2015 gespalten

Für 2015 sieht Kohl & Partner die Voraussetzungen für eine weitere positive Nachfrageentwicklung gegeben. „Wien ist auf den internationalen Märkten sehr gut aufgestellt und kann vom anhaltenden Städtereisentrend in Europa profitieren. Eine konstant steigende Nachfrage ist aber auch notwendig, um die neuen Kapazitäten zu füllen und die Kennzahlen auf einzelbetrieblicher Ebene weiter zu verbessern“. Zudem machen ein gut gebuchtes Kongressjahr sowie der Eurovision Song Contest Hoffnung auf eine gute Preisdurchsetzung. Mittelfristig besteht in Wien aus Sicht von Matthias Hautli sogar die Möglichkeit einer sich deutlich erholenden Marktentwicklung. „Projekte mit insgesamt mehreren tausend Zimmern an einem Mikrostandort wie dem Hauptbahnhof werden in Zukunft, allein schon auf Grund des Mangels an Grundstücksflächen, nicht mehr möglich sein. Nach Fertigstellung aller neuer Hotels rund um den Hauptbahnhof ist vielmehr ein organisches Wachstum zu erwarten
 
 
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