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2 Juli
 
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Einkaufs-Kooperationen

Kosteneinsparungen durch Volumen…
Wie gewinnen Einkäufer gegenüber den Lieferanten an Macht durch Volumen und Know-how? Das Ziel liegt im Verbund und dabei günstigere Konditionen auszuhandeln und somit die Beschaffungskosten zu optimieren. Marktweit ist eine starke Zunahme von Einkaufs-Kooperationen feststellbar.
 
Primär geht es nicht immer darum, Preise bis ins Endlose zu drücken, vielmehr steht der Vergleich der eigenen Einkaufskonditionen mit denen der Partnerbetriebe im Vordergrund. Durch die Transparenz der Einkaufspreise lässt sich die Bandbreite klar eruieren, innerhalb welcher die einzelnen Produkte am Markt angeboten werden.

Welche Ausgangslage ist für eine Einkaufs-Kooperation nötig?

Für die Beschaffung von Food- und Non-Food-Produkten eignet sich ein Zusammenschluss von gleich positionierten und ähnlich ausgerichteten Betrieben besser, als Betriebe unterschiedlicher Struktur und Destinationen. Grundsätzlich lohnt sich eine Kooperation bereits für einzelne Projekte, z.B. wenn grosse Mengen an technischem Material be-schafft werden sollen oder Investitionen (Umbauarbeiten) bevorstehen.
In einem ersten Schritt erfolgt meistens eine Lieferantenbereinigung. Ausgangslage hierfür sind die Definition von Standardsortimenten und Einkaufsspezifikationen. Eine darauf abgestimmte Software-Lösung vereinfacht die Erfas-sung der Daten und schafft gleichzeitig die nötige Transparenz und Vergleichsmöglichkeiten (Benchmark).

Zulieferer sollten als Partner betrachtet und wie Kunden gepflegt werden. Der Einflussfaktor von Lieferanten auf die Reputation eines Betriebes ist viel stärker als oftmals angenommen (Mund zu Mund-Propaganda). Es empfiehlt sich daher auch gegenüber Aussenstehenden ein strategisches und diplomatisches Vorgehen. Mit der „Brechstange“ erzielte Erfolge sind meist von kurzer Dauer.
Bereits bei der Gründung und später in der Umsetzungsphase kann eine externe Person mit entsprechender Entscheidungsbefugnis seitens der Kooperation helfen, die Projektgruppe anzuführen. Die Erfahrung zeigt, dass ein Alleingang meist doppelt so viel Zeit benötigt, als unter Einbezug eines Projektleiters. Dieser fördert den Austausch zwischen den Teammitgliedern, koordiniert den Stand der Teilprojekte und prüft sämtliche Schritte auch immer mit einer gewissen „externen“ Objektivität.
„Die Zulieferer sind schon lan-ge vorbereitet – es sind die Ho-teliers und Res-taurateure wel-che sich nun bewegen müs-sen.“ Frank Reutlinger, Kohl & Partner
Ziele einer Einkaufs-Kooperation
Der immer intensivere Wettbewerb führt zwangsläufig zur Notwendigkeit, sich nach neuen kreativen Lösungen umzusehen. Bei der Definition der Ziele wird klar, wie anspruchsvoll die Bildung einer Kooperation sein kann. Deshalb kann es sich lohnen, einem bereits bestehenden Verbund beizutreten.

Beispiele von monetären Zielen:
  • Vergrösserung der Bezugsvolumen
  • Optimierung von Einstandspreisen und Bezugskosten
  • Verbesserung der Zahlungs- und Lieferbedingungen
  • Reduzierung der Lagerhaltungskosten
Beispiele von nicht monetären Zielen:
  • Optimierung des Lieferantenstammes
  • Erweiterung der Markttransparenz
  • Steigerung des Know-how-Transfers und der Einkaufskompetenz
  • Erhöhung des Standardisierungsgrades





Vor- und Nachteile bei der Bildung und im Umsetzungsprozess von Einkaufs-Kooperationen

Während der Startphase sollte für die Zusammensetzung von Projektgruppen genügend Zeit einberechnet werden, insbesondere dann, wenn man die einzelnen Personen für die unterschiedlichen Arbeitsgruppen noch nicht kennt. Innovative Ideen lösen in der Regel schnell Begeisterung aus. Wenn es jedoch zur Umsetzung kommt, sind es meist wenige Teilnehmer, die Verantwortung tragen und Aufgaben übernehmen wollen.
Die Integration einer Software für Benchmarks (offener oder geschlossener Datenaustausch zwischen den Unternehmen) ist zu Beginn zwar mit zusätzlichen Kosten verbunden, vereinfacht aber in der Prozessumsetzung massgeblich die Detailarbeit.
Mit einer schlechten oder nicht existierenden Projekt-Kommunikation lassen sich wichtige und langjährige Lieferanten-Beziehungen schnell zer-stören. Bei den Gesprächen ist somit Fingerspitzengefühl gefragt. Es lohnt sich also, die einzelnen Schritte detailliert zu planen, genügend Zeit für die Projektphasen einzukalkulieren und die Unterstützung durch einen externen Partner zu prüfen.
 
 
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