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13 März
 
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Blogger, YouTuber und Instagrammer – dreiste Schnorrer oder wertvolle Meinungsbildner?

Wer im Tourismus-Marketing tätig ist, egal ob für eine Destination, ein Hotel oder eine touristische Attraktion, dem sind Blogger-Anfragen sicherlich nicht unbekannt. Man hat geradezu den Eindruck, sobald die Urlaubszeit naht steigt die Zahl der Hobby-Reise-Blogger sprunghaft an, da jeder die Chance wittert, auf diese Weise gratis an die nächste Reise zu kommen.
Blogger, YouTuber und Instagrammer – dreiste Schnorrer oder wertvolle Meinungsbildner?
 
 
Von diesen schwarzen Schafen abgesehen gibt es aber auch eine steigende Zahl ernstzunehmender professioneller Blogger, YouTuber und Instagrammer, deren Bekanntheitsgrad und Fangemeinde in zunehmendem Maße von Werbetreibenden genutzt wird, um erfolgreich ihre Produkte empfehlen zu lassen. Gerade die Generation der Millennials setzt allergrößtes Vertrauen in die Empfehlungen ihrer Social Media Stars. Hinzu kommt, dass die Akzeptanz für Werbebotschaften bei dieser Zielgruppe außerordentlich hoch liegt: eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin hat kürzlich die Accounts der 20 einflussreichsten deutschen Blogger unter anderem auf die Höhe der Werbequote hin untersucht, also wie oft Werbung positioniert wurde und wie stark Follower auf die Posts der Stars in Form von Likes und Kommentaren reagieren. Die Werbung erreicht hier einen Anteil von bis zu 83%! Die Blogger werden daher nicht umsonst als „Influencer“ - also „Beeinflusser“ oder „Meinungsbildner“ -bezeichnet.

Und gerade im Tourismus-Marketing spricht noch einiges mehr für die aktive Zusammenarbeit mit Social Influencern: Bild-basierte Plattformen wie Instagram und YouTube sind geradezu ideal, um mit schönen Fotos Emotionen zu wecken und mit kleinen Filmen Lust aufs Reisen zu machen. Dabei ist Professionalität zweitrangig: es müssen keine perfekten Aufnahmen sein, die gezeigt werden. Die authentische Darstellung ist es, auf was es hier ankommt.

Für Unternehmen, die bereits im Online-Marketing aktiv sind, kommt hinzu, dass durch den vermehrten Einsatz von Adblockern - also einem Werkzeug zur Unterdrückung von Werbung auf Webseiten - die Zahl der geklickten Anzeigen immer weiter sinkt. Produktempfehlungen in Blogs, YouTube-Kanälen oder Instagram-Accounts werden hingegen nicht ausgeblendet und erreichen so nach wie vor ihre Zielgruppe.

Kostenlos ist diese Form der Werbung freilich nicht. Um zu bewerten, ob sich die Zusammenarbeit mit einem Blogger für Ihren Betrieb lohnt oder nicht, sollten Sie nicht einzig und allein die Zahl seiner Follower betrachten, sondern seinen Blog genau unter die Lupe nehmen:  
     
  • Kann der Blogger ein professionelles Media-Kit mit den wichtigsten Zahlen und Informationen zu seinem Blog zur Verfügung stellen?     
  • Stimmt sein Zielgruppenprofil weitgehend mit dem Ihres Betriebes überein?     
  • Sind die Texte professionell und passt der Stil zu Ihrem Produkt?     
  • Werden die Beiträge des Bloggers auf den verschiedenen Kanälen auch wirklich von den Fans gesehen, also geliked, geteilt und kommentiert?

Genaues Abwägen ist hier also das A und O. Hat man aber einen Blogger gefunden, der bei seinen Fans Begeisterung für das Produkt wecken kann, ist dies ein Marketing-Tool, das sich in jedem Fall lohnt. Denn die persönliche Empfehlung Ihres Betriebes durch einen Blogger hat eine weitaus höhere Glaubwürdigkeit als eine klassische Werbeanzeige. 
 
 
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